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20 Jahre HIBA e.V.

Am 26.03.1986 wurde der HIBA e.V. von betroffenen Eltern und einem Kreis engagierter Bürger in Betzdorf gegründet.

Bereits 10 Jahre zuvor wurden Freizeiten an den Wochenenden und in den Sommerferien von diesem Kreis mit hohem persönlichen Einsatz angeboten. Seit der Gründung des HIBA e.V. setzten wir uns dafür ein, den betroffenen Familien eine verlässliche Unterstützung auch in ihrem Alltag anzubieten.

HIBA in den 80ern
Schon in den 80er Jahren engagierten sich ehrenamtliche MitarbeiterInnen mit viel Energie und persönlichem Einsatz.

Die Werte und Ziele von 1986 prägen auch noch heute unsere Arbeit. Wir bieten unsere Hilfen dort an, wo sie gebraucht werden. Das heißt zu Hause, am Wohnort oder an anderen Orten und zu Zeiten, zu denen sie notwendig sind, beispielsweise auch am frühen Morgen, am Abend, an Wochenenden oder in den Ferien. Die Mitarbeiter sind den Familien vertraut. Daraus hat sich heute ein fachlich hochwertiger ambulanter Dienst entwickelt, der sich an den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten der Betroffenen und ihrer Familien orientiert.

Für uns ist es grundlegend, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Freizeit, der Schule und der Arbeitswelt für alle Menschen mit Behinderungen und ihre Familien normal und erreichbar wird. Beispielsweise ermöglichen wir schon seit 10 Jahren, dass Kinder und Jugendliche, Kindergärten und Regelschulen an ihrem oder in der Nähe ihres Wohnortes besuchen können. Aktuell beschäftigt uns die Begleitung von jungen Erwachsenen bei ihren Schritten in die Arbeitswelt.

In den vergangenen 20 Jahren konnten wir für die betroffenen Familien viel erreichen und unsere Angebote inhaltlich und fachlich in Bezug auf die Möglichkeiten unseres Dienstes ausbauen. So sind wir mittlerweile anerkannter Träger in der ambulanten Jugendhilfe und bieten auch Menschen mit psychischen Erkrankungen unsere Hilfen an.

Auch für die Zukunft bleibt noch vieles zu tun. Unsere vorhandenen Angebote müssen erhalten, ausgebaut und neue müssen geschaffen werden. Auch wir sind von den Auswirkungen der Finanzkrise der Kommunen stark betroffen und daher mehr denn je auf die Unterstützung engagierter Mitbürger und regionaler Unternehmen angewiesen.

Wir danken allen Mitgliedern, unseren MitarbeiterInnen, Freunden und Förderern für ihren tatkräftigen Einsatz in den vergangenen 20 Jahren. Mit ihrem Engagement tragen sie wesentlich dazu bei, dass das Leben auch in Zukunft für alle Menschen bunt und vielfältig bleibt!

Das Leben ist bunt — wir helfen, dass es alle genießen können!

Dieser aktuelle Gedanke aus der Selbstdarstellung des HIBA bestimmte auch schon die Anfänge unserer Arbeit. Ein neuer Weg von Hilfen für Menschen mit Behinderungen, der die Verantwortung und Regie der Sorge für die Kinder und Jugendlichen bei den Familien beließ. Die Hilfen wurden von dem Grundsatz „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“ geprägt. Aus dieser Grundhaltung entwickelten sich die Ziele, die unsere Angebote grundlegend prägen, wie das Erreichen von Normalität und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft in Freizeit, Schule und Arbeit für alle Menschen mit Behinderungen.

Anfang der 90er Jahre lernte ich den HIBA kennen — für mich und meine Familie eine wichtige und aufbauende Begegnung. Ich arbeitete seit dieser Zeit bis Anfang 2001 im Bereich der Einsatzleitung für die ambulanten Hilfen und gelegentlich auch bei Freizeiten als Krankenschwester und Gesundheitspädagogin.

In der Nachbetrachtung dieser Zeit fallen mir durchaus auch schwierige und belastende Situationen ein, es überwiegt aber die Erinnerung an wunderbare Erlebnisse, nachhaltige Begegnungen mit Menschen, die wertvolle Impulse setzten — und natürlich bunte Bilder von gemeinsamen Freizeiten und Festen.

Ich wünsche mir, dass der HIBA in diesem Sinne in den nächsten Jahren so weiter arbeiten kann.

Christa Frey, Vorsitzende

 

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