19. Oktober 2009
Rundbrief II - 2009 erschienen!
Der 2. Rundbrief für das Jahr 2009 ist veröffentlicht und wird an die uns bekannten Interessenten verschickt.
Er kann aber auch hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Schwerpunkt des Rundbriefes ist der Jahresbericht des HIBA für das Jahr 2008.
31. Juli 2009
Vortragsabend "Hilfe! Wer ist für mich zuständig?"
Ein Informationsabend für alle, die ihre für sie “zuständigen” Ansprechpartner suchen – und auch diejenigen, die “zuständig” sind.
Datum/Zeit: 28. Oktober 2009 ab 19.30 Uhr
Ort: 57537 Wissen/Sieg, Kuppelsaal der VG Wissen in der Westerwälder Volksbank.
Eintritt frei.
Viele Menschen machen leidvolle Erfahrungen, wenn ihr Alltag durch chronische Erkrankungen und/oder Behinderungen verändert und eingeschränkt wird. Zu diesen erheblichen Belastungen kommt, dass es nicht schwierig ist Verständnis zu finden, aber um so schwieriger, die Stellen im System der staatlich garantierten Hilfen zu finden, die auch konkret Unterstützung und passende Hilfen bieten. Immer wieder verzögern Differenzen zwischen Behörden und Institutionen um die Zuständigkeit, den dringend notwendigen Beginn von Hilfen.
Dem Gemeinwesen nun darauf hin pauschal vorzuwerfen, es interessiere sich nicht für die Not seiner Bürger und wolle “teure” Hilfen hinauszögern, trifft nicht die vorliegende Situation. Schon zum 01. Juli 2001 hat der Bundesgesetzgeber im Sozialgesetzbuch (SGB) IX über die “Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen” im §14 eine Regelung der Klärung von Zuständigkeiten eingeführt. Dort ist geregelt, dass auf einen Antrag oder auch die Kenntnis einer Notlage spätestens nach 3 bis 8 Wochen die Aufnahme der passenden Hilfen folgen muss. Diese Fristen richten sich danach, ob zu den dazu notwendigen Feststellungen ein Gutachten notwendig ist oder ob die Institution, bei der der Antrag gestellt wird, eine andere Institution für zuständig hält. Inhalt des Abends ist daher, sich darüber auszutauschen, wie diese positiven gesetzlichen Regelungen im Alltag umgesetzt werden, d.h. mit “Leben” gefüllt werden können.
Wir freuen uns, zu diesem Thema Herrn Sven Lichtenthäler, Mitarbeiter der AOK-Servicestelle in Altenkirchen, als Referent gewonnen zu haben. Herr Lichtenthäler begleitet und unterstützt tatkräftig die Informationsabende des HIBA schon seit deren Beginn als fachkundiger und engagierter Referent.
Menschen mit Behinderungen, die zur Teilnahme an dem Abend Hilfen im Sinne der Barrierefreiheit benötigen, melden sich bitte vorher in unserer Geschäftsstelle unter Telefon: 0 27 42 / 49 67 oder per E-Mail.
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15. Juli 2009
2.000 Euro für den HIBA gespendet
Im Rahmen des, von der Volksbank Gebhardshain eG ausgerichteten, 39. Internationalen Raiffeisen-Jugendwettbewerbs „Mehr miteinander. Mehr Menschlichkeit. Auf Dich kommt ’s an!“, erhielt der HIBA eine Spende in Höhe von 2.000 Euro.

Christof Weller (pädagogischer Leiter des HIBA) bedankte sich während der Preisverleihung für die Klassen 1 bis 9 im Feuerwehrhaus Steinebach/Sieg für die Unterstützung, die zur Begegnung und zum Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung in unserer Region beiträgt. Konkret werde man die Spende für den Aufbau eines Werkraumes in der Betreuungsstätte „Der Treff“ einsetzen. Desweiteren erläuterte Christof Weller warum es Menschen mit Behinderungen und nicht „Behinderte“ heißt, was der Begriff der „Teilhabe am normalen Leben“ bedeutet und welche Auswirkungen die Konvention der UN zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen in unserem gemeinsamen Alltag hat.

30. Juni 2009
Rückblick Vortragsabend "AD(H)S und Medikation"
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr füllte sich der Kuppelsaal der Stadt und VG Wissen in den Räumen der Westerwälder Volksbank in Wissen mit Eltern, pädagogischen MitarbeiterInnen, LehrerInnen und Kinderärzten mit ihren MitarbeiterInnen.
Am 26.05.2009 erlebten sie einen sehr informativen, offenen Vortrag und eine spannende Diskussion des HIBA zum Thema: “AD(H)S und Medikation bei Kindern und Jugendlichen”.
Referent war Herr Dr. Gebhard Buchal – Chefarzt der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin des DRK-Klinikum in Kirchen. Die Konzentration der ZuhörerInnen bei den Ausführungen von Herrn Dr. Buchal lag spürbar im Kuppelsaal. Nach einer Einführung über mögliche Ursachen von AD(H)S folgten einprägsame Einblicke in das innere Erleben von betroffenen Kindern und Jugendlichen und auf die Auswirkungen auf Verhaltensweisen, die Familien oder den Schulbesuch. Es war wichtig zu hören, wie schwierig und aufwändig eine sichere Diagnose von AD(H)S ist. Dabei ist es unter anderem unverzichtbar, das Vorliegen anderer möglicher Erkrankungen oder Störungen wie beispielsweise Autismus, Anfallsleiden, Angststörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Verhaltensstörungen auszuschließen. Anklang fand auch der Hinweis von Herrn Dr. Buchal, dass zu einer erfolgreichen Lösungsmöglichkeit auch der Verzicht auf die Suche nach “Schuldigen” bei den Beteiligten wie Eltern, LehrerInnen oder ErzieherInnen gehört. Weiterhin wurde sehr deutlich, dass zu der Gabe von Medikamenten auch immer die Einwirkung auf das Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen gehört, wie beispielsweise die deutliche Einschränkung von Fernsehkonsum, der Schaffung von Freiräumen für die Eltern, des Aufbaus von verlässlichen Familienstrukturen oder auch die Begleitung in entsprechende Jugend- oder Sportgruppen. Zu diesem Umfeld gehören auch begleitende Hilfen wie z. B. Ergotherapie, Schul- und Lernförderung, Psychotherapie, Beratung der Familien und auch die Begleitung zu Selbsthilfegruppen. Klar wurde dabei, das eine Lösung auch nicht in der Suche nach einem außenstehenden Dritten liegt, der “es dann richtet”, sondern nur in dem gemeinsamen Bemühen aller Beteiligten liegen kann.
Konzentriertes Zuhören begleitete auch die Ausführungen von Herrn Dr. Buchal, dass die gängigen Medikamente bei ca. 70 bis 85 Prozent der Betroffenen wirken und das mögliche Nebenwirkungen der Medikamente – wie Appetitmangel, Schlafstörungen, Bauchschmerzen oder auch Bluthochdruck – ständig in der jeweiligen Ambulanz im Blick behalten werden müssen. Auch die Aussagen, dass oft eine realistische Einschätzung der Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendliche manche Probleme nicht auftreten ließe, AD(H)S durchaus auch ohne den Einsatz von Medikamenten behandelt werden kann und es sich stets um langfristige, aufwendige und kombinierte Therapien handeln muss, blieben im Ohr.
Zum Abschluss ergab sich aus der Diskussion der Einbeziehung von Eltern wertvolle Hinweise auf Hilfen durch Selbsthilfegruppen (Hinweise dazu z. B. auf www.juvemus.de). Der Abend klang aus mit dem Fazit, dass Medikamente bei AD(H)S nicht die Lösung, sondern oft Vorbedingung für passende Hilfe und weitere Entwicklung der Betroffenen und ihres Umfeldes sind. Zum Abschluss nach drei intensiven Stunden gab es noch einen Blick auf die umfangreichen Angebote und Leistungen der Kinderklinik in Kirchen und den gemeinsamen Willen der Anwesenden, auch hier den Weg in den Aufbau von Netzwerken in der Region zur Zusammenarbeit von Eltern, Pädagogen, Therapeuten und Ärzten zu gehen.
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3. Juni 2009
5 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit

Foto: Christof Weller (links), Maria Bastian-Erll (mitte), Bürgermeister Michael Wagener (rechts)
Bürgermeister Michael Wagener, Maria Bastian-Erll (Vorsitzende der VHS Wissen) und Christof Weller (pädagogischer Leiter der ambulanten Dienste des HIBA) freuen sich über fünf Jahre erfolgreicher Zusammenarbeit im anbieten von Informationsabenden zu Themen des Sozialrechts, der Sozialpolitik und der Pädagogik. Im Gespräch betont Christof Weller die mehr als wertvolle Unterstützung der Anliegen des HIBA durch die Möglichkeit, den sehr schön gestalteten Kuppelsaal mit seiner modernen Medientechnik nutzen zu können.
Seit 1986 haben wir – auch mit Hilfe eines Zuschusses der Stadt und Verbandsgemeinde Wissen – unsere Angebote im Kreis Altenkirchen stetig aufgebaut. Durch die Unterstützung haben wir die Möglichkeit, unsere regelmäßigen Informationsabende gemeinsam mit der Volkshochschule Wissen im renovierten Kuppelsaal anzubieten.
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20. April 2009
Vortragsabend am 26.05.09 zum Thema "AD(H)S und Medikation bei Kindern und Jugendlichen."
AD(H)S und Medikation bei Kindern und Jugendlichen. Ein Informationsabend für Eltern, Kinderärzte und pädagogische MitarbeiterInnen.
Wie bereits im April 2008 bieten wir einen weiteren Informationsabend zum Thema der Verordnung von Medikamenten für Kinder und Jugendliche mit ADS oder ADHS an.
Anlass dazu sind sehr beunruhigende Hinweise in der Presse zu erheblichen Nebenwirkungen bei der Einnahme von Strattera, einem Mittel mit dem Wirkstoff Atomoxetin. Dieser Wirkstoff ist ursprünglich für die Behandlung von Depressionen entwickelt worden.
Im Unterschied zu anderen Mitteln, die hier verordnet werden können, wie z.B. Ritalin, Concerta und Medikinet, fällt die Verordnung von Strattera nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BTG) wie bei den Mitteln Ritalin, Concerta und Medikinet. Strattera muss so nicht über BTM-Rezepte durch den Arzt verordnet werden. Daher gilt es als Alternative zu diesen Stimulanzien.
Wir freuen uns für diesen Abend Herrn Dr. med. Gebhard Buchal, Chefarzt der Kinderabteilung des DRK-Klinikum Westerwald in Kirchen, als fachkundigen Referent gewonnen zu haben.
Wir wollen zusammen mit Herrn Dr. med. Buchal einen Blick auf die aktuelle Diskussion werfen und uns mit Eltern, KinderärztInnen und pädagogischen MitarbeiterInnen über Chancen, Risiken und sinnvolle Ansatzpunkte für die Verordnung und Gabe von Medikamenten bei AD(H)S austauschen.
Daher laden wir Sie herzlich am Dienstag, den 26. Mai 2009 ab 18 Uhr in den Kuppelsaal der Verbandsgemeinde in der Westerwälder Volksbank in Wissen/Sieg ein.
Der Eintritt ist frei.
Menschen mit Behinderungen, die zur Teilnahme an dem Abend Hilfen im Sinne der Barrierefreiheit benötigen, melden sich bitte vorher in unserer Geschäftsstelle unter der Telefon-Nr. 0 27 42 / 49 67 oder per E-Mail an HIBA@HIBAeV-AK.de.
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31. März 2009
Großes Interesse am Informationsabend zum Thema Autismus
Überraschend groß war das Interesse am Informationsabend Autismus des HIBA und der VHS Wissen am Mittwoch den 25.03.2009. Über 70 Menschen fanden sich im Kuppelsaal der Verbandsgemeinde Wissen ein – darunter LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern. Neben der ärztlichen Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dr. Andrea Haferkamp-Krois, trugen Dirk Hohmann vom Kreisjugendamt in Altenkirchen, Elisabeth Auer vom Autismus Regionalverband Westerwald-Mittelrhein e.V., sowie Thomas Altjohann und Ralf Peglow vom Autismus-Therapiezentrum in Netphen dazu bei, dass ihre Fragen kompetent beantwortet werden konnten.

Statt eines Vortrags führte Christof Weller vom HIBA mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Information und Diskussion durch den Abend. Die Lebendigkeit der Diskussion führte dazu, dass die letzten Besucher erst gegen 23 Uhr den Kuppelsaal verließen.
Nachdem Frau Dr. Haferkamp-Krois zunächst die vielfältigen Erscheinungsformen von autistischen Störungen beschrieb, ergab sich schnell die Frage: Wer ist zuständig, abhängig von der Diagnose? Wie kann eine sichere Diagnose gestellt werden? Wo können die Betreffenden Hilfe bekommen?
Das Wissen über die möglichen Ursachen und damit auch die Sensibilität für entsprechende erste Anzeichen hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren radikal verändert. Während man früher dazu neigte, sozialpsychologische Erklärungen z. B. im Umfeld der Familie zu suchen, ist man inzwischen zu der für die Familien entlastenden Erkenntnis gekommen, dass Autismus genetisch bedingt ist und mit neurobiologischen Veränderungen im Gehirn einhergeht.
Eine sichere Diagnose zu stellen ist äußerst aufwendig, da hier eine nur schwer übersehbare Zahl von möglichen Anzeichen überprüft werden muss um z. B. andere möglicherweise vorliegenden Erkrankungen auszuschließen. Diese Anzeichen können in einem Spektrum vom fast „Normalen“ bis hin zu deutlichen Auffälligkeiten ausgeprägt sein. Ob ein frühkindlicher, atypischer oder ein Asperger-Autismus festgestellt wird, hat schwerwiegende Auswirkungen auf schulische und medizinische Entscheidungen und führt auch zu unterschiedlichen Perspektiven der Förderung und Lebenschancen. Während frühkindlicher und atypischer Autismus häufig mit körperlichen Erkrankungen oder
geistiger Behinderungen einhergehen und damit in die Zuständigkeit des Sozialamtes fallen, werden Asperger-Autisten als Menschen mit einer seelischer Behinderung dem Jugendamt zugeordnet.
Zum Abschluss des Abends wurden praktische und erreichbare Hilfemöglichkeiten in der Region vorgestellt.
23. Februar 2009
Informationsabend zum Thema Autismus
Beeinträchtigungen des Lebens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und ihren Angehörigen durch autistische Störungen werden auch in unserer Region zunehmend ein Thema. Auffallend ist die zunehmende Zahl entsprechender Diagnosen. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, die junge Tradition der Podiumsdiskussionen unserer Beratungsstelle fortzusetzen und laden Sie ein am
Mittwoch, den 25. März 2009 ab 19.30 Uhr in den Kuppelsaal der VG oberhalb der Westerwälder Volksbank eG in Wissen.
Wir freuen uns, dazu einen fachkundigen Kreis von Diskussionspartnern gefunden zu haben:
– Frau Dr. Andrea Haferkamp-Krois – Ärztliche Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen
– Herr Dirk Hohmann – Sachbearbeiter der Eingliederungshilfe für Menschen mit seelischen Behinderungen im Jugendamt des Kreises Altenkirchen
– Herr Altjohann und Herr Peglow – Fachliche Leiter des Autismus-Therapiezentrum (ATZ) in Netphen
– Frau Elisabeth Auer – Vorsitzende des Vereins
Autismus Westerwald Mittelrhein e.V
und wollen gemeinsam reden über Fragen wie z.B.:
– Was ist Autismus überhaupt?
– Wie wird festgestellt, dass Autismus vorliegt?
– Können Eltern selbst bei Ihren Kindern Anhaltspunkte für Autismus erkennen?
– Welche Hilfen gibt es?
– Welche Probleme ergeben sich in Schule und Beruf oder auch in der Lebensführung?
– Ist die Gesellschaft in Schule, Beruf und den sozialen Hilfssystemen darauf vorbereitet?
Wir wollen an diesem Abend auch über die Teilhabe dieser Menschen und ihrer Familien an unserem Leben in der Gesellschaft d.h. auch in der Schule, im Beruf und/oder in der Freizeit sprechen.
Wir freuen uns mit Ihnen auf einen spannenden und informativen Diskussionsabend!
Der Eintritt ist frei.
Menschen mit Behinderungen, die zur Teilnahme an dem Abend Hilfen im Sinne der Barrierefreiheit benötigen, melden sich bitte vorher in unserer Geschäftsstelle unter der Tel.-Nr. 0 27 42 / 49 67 oder per E-Mail an HIBA@HIBAeV-AK.de.
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5. Januar 2009
Rundbrief I - 2009 erschienen!
Der 1. Rundbrief für das Jahr 2009 geht in den Druck und wird demnächst an die uns bekannten Interessenten verschickt.
Wer möchte, kann den Rundbrief aber schon jetzt als PDF-Datei herunterladen.