22. Dezember 2011
Freizeitprogramm / Rundbrief I - 2012 erschienen!
Der 1. Rundbrief für das Jahr 2012 ist erstellt und wird ab Mitte Januar 2012 an die uns bekannten Interessenten verschickt.
Er kann aber auch hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Schwerpunkt des Rundbriefes ist das Freizeitprogramm des HIBA für das Jahr 2012.
18. Dezember 2011
Siegburger Weihnachtsmarkt war wetterbedingtes Ziel
Traditioneller Weihnachtsmarktbesuch wegen Regen geändert — Waldspaziergang wurde nachgeholt.
Es ist Tradition: Jedes Jahr verbringen einige Menschen mit Behinderungen mit Mitarbeitern des HIBA ein gemütliches Adventswochenende. Gemeinsam besuchen sie einen Weihnachtsmarkt, der in der Regel mit einem Spaziergang durch den Wald verbunden ist. Auch in diesem Jahr hatten neun Teilnehmende und drei Betreuer des HIBA eine schöne Zeit in Ruppichteroth.
Der geplante Besuch des Weihnachtsmarktes im Ort wurde wegen des stürmischen Regenwetters nach Siegburg verlagert.
In mehreren Autos kam die Gruppe freitags im Haus Bröltal, einem Haus der Lebenshilfe in Ruppichteroth, an. Schnell waren die gemütlichen, barrierefreien Dreibettzimmer von den sechs Männern und drei Frauen bezogen und der gemeinsame Aufenthaltsraum in Beschlag genommen. Neben Gesellschaftsspielen und Fernseher gab es hier einen Kicker. Auch für das Essen war gesorgt: Die Gruppe wurde in Vollpension lecker verköstigt. Die Teilnehmenden konnten sich ungehindert bewegen. Das Haus ist auf Menschen mit Behinderungen spezialisiert, die hier auch allein Urlaub machen können.
Das traditionelle Programm der Vorjahre fiel buchstäblich ins Wasser: „Samstag regnete es in Strömen“, erzählte Organisatorin Sonja Müßig vom HIBA. Deshalb beschloss sie mit ihren Kollegen Lara Doll und Sascha Paul den Plan zu ändern. Statt des Spaziergangs zum Weihnachtsmarkt Ruppichteroth durch den Wald ging es im Auto nach Siegburg auf den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Hier genoss die Gruppe Kinderpunsch und Glühwein und bummelte gemütlich bei trockener Witterung durch Stadt und Stände.
Sonntags wurde schließlich der traditionelle Waldspaziergang nachgeholt, bevor sich alle zusammen auf den Heimweg machten. „Es war ein schöner Ausflug“, resümiert Sonja Müßig.



17. Dezember 2011
Die besten Wünsche zur Weihnachtszeit!
Wir wünschen Ihnen allen ein fröhliches Weihnachtsfest und ein schönes, glückliches Jahr 2012.
Auch an dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen MitarbeiterInnen, HelferInnen, Familien, Freunden und Förderern für ihre Unterstützung ganz herzlich bedanken!
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7. November 2011
Behinderten Kindern mehr Teilhabe ermöglichen
Wissen – Gemeinsamer Schulunterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder? Über diese Frage wird in Deutschland seit Jahren heftig gestritten. Eltern, Pädagogen, Bildungsträger ringen um Wünsche, Standards, Kosten. Der Streit der Systeme muss aber nicht sein. Das zeigte die vom HIBA organisierte Podiumsdiskussion in Wissen zum Thema „Perspektiven schulischer Inklusion in Rheinland-Pfalz“. Ausschlaggebend sind stattdessen Inhalte sowie die Qualität des Miteinanders und der individuellen Förderung. Während mancherorts erfolgreiche Schulmodelle wachsen, scheint zum Beispiel die Lehrerausbildung völlig unbeleckt zu sein von diesen Fragen moderner Pädagogik.
Integration heißt, Menschen mit Behinderungen, die “draußen sind”, wieder in die Gemeinschaft zurück zu holen. Im Gegensatz dazu bedeutet Inklusion, sie von Anfang an nicht auszugrenzen. Die Vielzahl der Ansatzpunkte hat der HIBA in der Zeit seines 25-jährigen Bestehens kennengelernt und gestaltet. Die schulische Integration gewinnt seit 1995 mehr und mehr an Bedeutung. Heute macht dieser Bereich rund drei Viertel der Betreuungsstunden des HIBA aus, bezifferte Christof Weller, Mitarbeiter des Vereins, der die Diskussion im Kuppelsaal der VG-Verwaltung moderierte. Kreisweit werden aktuell 55 Kinder in verschiedensten Schulen betreut. Rund 50 der 79 HIBA-Mitarbeiter sind in diesem Sektor beschäftigt.
Aus politischer Sicht beleuchteten zwei enge Wegbegleiter des HIBA das Thema Inklusion, MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und MdL Peter Enders (CDU). Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention (2008 in Deutschland ratifiziert), startete, so Bätzing-Lichtenthäler, die damalige Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan mit 213 Einzelmaßnahmen. Ziel sei die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen. Oberste Priorität im Bereich Bildung genieße die Wahlfreiheit der Eltern, bekräftigte die SPD-Abgeordnete einen Leitsatz des HIBA. Heute würden in Deutschland rund 20 Prozent der behinderten Kinder in einer Regelschule unterrichtet, das sei noch ausbaufähig.
Laut MdL Enders sind 12.400 Menschen im Kreis Altenkirchen schwerbehindert, fast jeder Zehnte. Mittels der Schwerpunktschulen stärke das Land die Integration. In der Regel habe die wohnortnahe Einschulung Vorrang. Landesweit gingen nur noch 3,77 Prozent der Schüler auf eine Förderschule.
Sozusagen als Gegenpol ergänzte der Blickwinkel von innen die Diskussion: Gabi Morr, Mutter einer schwerstbehinderten Tochter, die die Grundschule Harmonie in Eitorf besucht, machte anderen Eltern Mut, sich ebenfalls um einen integrativen beziehungsweise inklusiven Schulbesuch zu bemühen: „In der Klasse meiner Tochter ist es eine Bereicherung für alle.“ Johannes Klein-Schmeink, einer der HIBA-Integrationskräfte, schilderte zudem, wie die alltägliche Praxis einer integrativen 1:1-Betreuung eines Schülers in der Grundschule Hamm aussieht. „Das fördert die soziale Kompetenz der Mitschüler“, ist sich Johannes Klein-Schmeink sicher.
„Inklusion geht nicht zum Nulltarif“, sagte Bodo Nöchel. Der Kreis Altenkirchen stelle sich dieser Verantwortung, fügte der ehemalige Leiter des Kreissozialamtes hinzu, plädierte aber deutlich für eine Umverteilung der Kosten von den Kommunen auf das Land.
Vom langen Weg, die Vision der Inklusion zu erreichen, berichtete Klaudia Klaus vom Club Aktiv Trier. Zugleich betonte sie, dass die Teilhabe behinderter Kinder auch im Freizeitbereich forciert werden müsse. Sehr gut vertrat Andrea Lottritz-Roth, Leiterin der Förderschule am Alserberg in Wissen, die Position der sonderpädagogischen Einrichtungen. 74 Kinder und Jugendliche werden dort derzeit in der verpflichtenden Ganztagsschule unterrichtet und gefördert. Beflügelt durch die Debatte um Inklusion müsse überlegt werden, „was uns Bildung wert ist“, schloss die Schulleiterin.
Die bessere Ausstattung der Schwerpunktschulen, etwa mit Lehrerstunden, mahnten Nikolaus Mönig, Leiter der Grundschule Weitefeld, und Ralf Jardon von der Realschule plus in Wissen an. Andere Redner aus dem Publikum monierten die unzureichende, weil altmodische Lehrerausbildung. (Rhein-Zeitung vom 03.11.2011)

Gesprächsrunde (v.l.n.r.): Andrea Lottritz-Roth, Leiterin der Förderschule am Alserberg in Wissen, Klaudia Klaus vom Club Aktiv Trier, Christof Weller, Sonja Müßig, MdB Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Bodo Nöchel (ehemaliger Leiter des Kreissozialamtes), MdL Dr. Peter Enders.


Gabi Morr, Mutter einer schwerst mehrfachbehinderten Tochter.

Johannes Klein-Schmeink, HIBA-Integrationskraft.


21. Oktober 2011
HIBA-Baum in Steinbusch-Anlage gepflanzt
Hainbuche steht für 25 Jahre gute Arbeit im sozialen Bereich.
Seit 25 Jahren ist der Baum im Logo des HIBA das Symbol für unsere ambulanten Dienste und den Halt, den Menschen mit Behinderungen, chronischen und psychischen Erkrankungen oder Problemen in Fragen der Erziehung bei der Bewältigung ihres Alltags erhalten.
Nun symbolisiert eine Hainbuche, die Christa Frey und Christof Weller als Vorstandsmitglieder des HIBA gemeinsam mit Bürgermeister Michael Wagener in der Steinbusch-Anlage in Wissen zum 25. Jubiläum unseres Vereins pflanzten, die starke Verbundenheit mit Stadt und Region.
Ganz bewusst hatte Gärtnermeister Klaus Schürg aus Wissen die Hainbuche ausgesucht. Als heimischer Baum mit hartem, wertvollen Holz und runder Krone ist er einer der ersten, die im Frühjahr Blätter zeigen und so Schatten spenden. Auch der Platz, an dem das Birkengewächs nun steht, ist ein ganz besonderer, wie Bürgermeister Michael Wagener kurz umriss.
Die Steinbusch-Anlage erinnere an Pfarrer Anton Joseph Steinbusch, dessen Grabmal im Park gelegen ist. Als Gründer des Krankenhauses und der Volksbank war er sozial stets sehr engagiert. Heute ist der ehemalige katholische Friedhof Wissens grüne Lunge, die von vielen Menschen besucht wird und als zentraler Ausgangspunkt für Ereignisse wie Schützenzug und Volkstrauertag dient. „Das ist ein guter Platz für einen Baum“, schloss Wagener.
Wie fest unser Verein mit der Stadt Wissen und dem Kreis Altenkirchen verbunden ist, machte Christof Weller als pädagogischer Leiter zusammen mit der HIBA-Vorstandsvorsitzenden Christa Frey deutlich: „Seit 21 Jahren gibt es den Hiba in Wissen. Damals erhielten wir von der Stadt unseren ersten Zuschuss, einen Mietzuschuss. Daraus ist eine gute Zusammenarbeit erwachsen. Mit dem Baum sind wir noch einmal besser mit Wissen verwurzelt“, so Weller.
Schließlich griffen Christa Frey, Michael Wagener, Christof Weller und Klaus Schürg vor Bauamtsleiter Karl-Heinz Henn, den HIBA-Mitarbeitern Sonja Müßig und Marco Laux sowie Jonas Frey zum Spaten. Schließlich galt es, das von Frank Diederich, Berhard Klunke, Jörg Neutgen und Roy Kamradt, Mitarbeiter der Abteilung Grünmanagement des städtischen Bauhofs, vorbereitete Pflanzloch zu füllen.

Eine Hainbuche erinnert von nun in der Steinbusch-Anlage in Wissen an das 25-jährige Jubiläum des HIBA. Darüber freuten sich (von links) Bauamtsleiter Karl-Heinz Henn, Frank Diederich vom städtischen Bauhof, Gärtnermeister Klaus Schürg, HIBA-Vorstandsvorsitzende Christa Frey, Sonja Müßig (HIBA-Leitung Freizeit/MSD), Bürgermeister Michael Wagener, Pädagogischer Leiter Christof Weller, Marco Laux (HIBA-Leitung MSD/Ambulante Dienste), Roy Kamradt (städtischer Bauhof), Jonas Frey, Jörg Neutgen und Berhard Klunke (beide städt. Bauhof).
8. Oktober 2011
Stellenangebot für den Bereich der Jugendhilfe im Mobilen Sozialen Dienst (MSD)
Der HIBA — Ambulanter Fachdienst im Kreis Altenkirchen — sucht neue KollegInnen:
zum 01.01.2012
zur Besetzung von 1 1/2 Stellen im Bereich der Jugendhilfe im Rahmen des Mobilen Sozialen Dienstes (MSD)
Einsatzorte sind:
die Schulsozialarbeit an den Grundschulen in der Verbandsgemeinde Wissen und der Ortsgemeinde Friesenhagen
die Soziale Gruppenarbeit (SGA) an der Franziskus-Grundschule in Wissen.
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium:
der Sozialarbeit/Sozialpädagogik (mit staatlicher Anerkennung abgeschlossen)
oder der
Diplompädagogik
Bewerbungen sind bitte zu richten an unsere Geschäftsstelle unter:
HIBA e.V.
Schulstraße 4
57537 Wissen/Sieg
Telefon: 0 27 42 / 49 67
Telefax: 0 27 42 / 7 10 12
Mail: hiba@hibaev-ak.de
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27. September 2011
Einladung zum Informationsabend "Perspektiven schulischer Inklusion in Rheinland-Pfalz"
HERZLICHE EINLADUNG
Mittwoch, 2. November 2011
19.30–21.30 Uhr
Westerwald-Bank Wissen
im Kuppelsaal
Inklusion in Schulen ist in Rheinland-Pfalz anerkanntes politisches und gesellschaftliches Ziel. In der Praxis der Inklusion in Schulen gibt es viele vorbildliche Projekte – „Leuchttürme“!
Gleichwohl bringt die Umsetzung im Alltag Probleme mit sich. Vieles ist unklar und es „knirscht“ an manchen Ecken: Es gibt Kontroversen zwischen Eltern und Lehrer/innen; die Institution Schule sieht sich hohen Erwartungen gegenüber; die Kosten, die in der Eingliederungshilfe explodieren und die kommunalen Haushalte belasten… Es wird klar, wir stehen hier noch am Anfang eines langen Weges.
Es fehlt in der Praxis ein allgemein gültiger und verbindlicher Konsens darüber, was Inklusion in der Schule konkret bedeutet. Und, nicht zu vergessen: Die bereits erreichten und notwendigen pädagogischen Standards zur Förderung von Menschen mit Behinderungen müssen gesichert bleiben.
Nach unserer Ansicht ist es Zeit, (wieder) einen gemeinsamen Blick auf die Perspektiven schulischer Inklusion zu werfen – einen Blick von verschiedenen Seiten, damit diejenigen den Gesprächsfaden aufnehmen können, die verantwortlich sind: die Politiker/innen, die Schulleitung, die Lehrer/innen, die kommunale Verwaltung, die Eltern und all die, sich dafür einsetzen wollen.
Die verschiedenen Standpunkte müssen klar gemacht und gehört werden – nur so kann sich eine gemeinsame Richtung und gemeinsames Handeln entwickeln.
Außerdem erlauben wir uns einen Blick über den Gartenzaun und stellen ein unabhängiges Projekt aus Trier vor: Förderung der Inklusion im Gemeinwesen.
Dies kann ein erster Auftakt für weitere Annäherung und Klärung sein. In diesem Sinne freuen wir uns auf einen spannenden Abend –
herzlich willkommen!
Christof Weller, Beratungsstelle HIBA e.V.
15. September 2011
Stellenangebote für den Fachbereich Integration
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der ambulante Hilfen für Menschen mit Behinderung anbietet. Unser Ziel ist die Teilhabe an der Gesellschaft für alle Menschen. Wir setzen uns ein, für das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung im Kindergarten oder in der Schule.
Für unseren Fachbereich Integration suchen wir zum schnellstmöglichen Beginn Integrationskräfte zur Begleitung von Kindern mit Behinderung in die Schule:
Zusätzlich suchen wir eine Integrationskraft für eine weiterführende Schule in Daaden (pädagogische Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich).
Bewerbungen bitte an unsere Geschäftsstelle:
HIBA e.V.
Schulstraße 4
57537 Wissen/Sieg
Telefon: 0 27 42 / 49 67
E-Mail: hiba@hibaev-ak.de
3. September 2011
Familienfest zum 25-jährigen HIBA-Jubiläum
“Ein schönes, nicht steifes Fest. Aber für den Anlass angemessen.”, so beschrieb Bürgermeister Michael Wagener seinen Eindruck von unserem Jubiläumsfest am Samstag, den 27.08.2011 auf dem Gelände der “Fischerhütte” in Wissen. Wir schließen uns dieser Beschreibung gerne an.
Es war schön für uns, erleben zu können, wie alle BesucherInnen unser Fest in einer entspannten Atmosphäre für Begegnungen und Gespräche genießen und nutzen konnten. Dies traf auf alle — Klienten, Angehörige, MitarbeiterInnen, KollegInnen und die Vertreter aus der Politik und Verwaltung — zu. Also so, wie wir es geplant und uns auch gewünscht hatten.
Dies wurde auch ermöglicht durch die breite und freundliche Unterstützung aus der Region, hier sei z.B. die großzügige Unterstützung durch die Gilgens Bäckerei & Konditorei in Hennef genannt. Bedanken wollen wir uns auch für die weiteren Spenden durch den Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland des Paritätischen, der Verbandsgemeinde Wissen, des Landkreises Altenkirchen und der KollegInnen des Caritasverbandes in Betzdorf.
Aber genug der Worte, vielleicht können die hier folgenden Bilder Ihnen etwas von unserem schönen Fest vermitteln.











15. August 2011
HIBA e.V. in Schule und der Kindertagesstätte
Als der HIBA vor 25 Jahren gegründet wurde, war der Fachbereich Integration noch kein Thema. Das änderte sich Anfang der 90er Jahre. Eine Elterninitiative wünschte eine wohnortnahe Beschulung ihrer Kinder in der Regelschule.
Im Jahr 1996 wurde der integrative Bereich des HIBA eröffnet. Das erste Kind mit Beeinträchtigung wurde von einer Integrationskraft des HIBA in den Regelkindergarten begleitet. Es gab in jener Zeit viele Hürden zu überwinden, auch die Finanzierung musste sichergestellt werden. Hindernisse, wie etwa ablehnende Bescheide auf finanzielle Unterstützung, gibt es heute nicht mehr. Das Wahlrecht der Eltern auf integrative Beschulung ihrer Kinder wird anerkannt. Die UN-Konvention, die das Recht der Kinder auf gemeinsame Bildung deutlich fordert, hat letztlich mit dazu beigetragen, dass es mehr Möglichkeiten für Kinder mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen gibt.
Derzeit sind 44 Integrationskräfte des HIBA im Einsatz. Nach den Ferien zum Schuljahresbeginn wird die Zahl auf 53 integrative Begleitungen wachsen. Michaela Stürmer, Frea Gend und Mandra Schmitt-Schilling leiten als „Regiekräfte“ diesen Fachbereich. Zum Einsatz als Integrationskräfte kommen pädagogisches Fachpersonal und MitarbeiterInnen ohne pädagogische Ausbildung, die allerdings ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen und pädagogisches Geschick mitbringen. „Regelmäßige Mitarbeiterschulungen und maßgeschneiderte Fortbildungen für Integrationskräfte sind daher unerlässlich. “Wir haben hohe Anforderungen an unsere MitarbeiterInnen“, sagt Michaela Stürmer. „Es geht heute nicht mehr nur um Assistenzen beim Anziehen, beim Essen oder ähnlichen Handgriffen, sondern z.B. auch um Motivationsarbeit, um Unterstützung im Sozialverhalten und um eine gute Vernetzung zwischen Eltern, Therapeuten und den Einrichtungen der Kinder“, macht das „Regiekraftteam“ deutlich. Sie sind davon überzeugt, dass jedes Kind, egal wie schwerwiegend eine Beeinträchtigung sein mag, über individuelle Qualitäten und Stärken verfügt und somit eine einmalige Persönlichkeit ist. Kinder mit Behinderung können ihre Fähigkeiten jedoch nur einbringen, wenn sie von Anfang an eine faire Chance bekommen, an unserem gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt mitzuwirken.
Ein gutes Beispiel für Integration von Anfang an ist Daniel Gnewtschinski aus Etzbach, er wird von Astrid Noll als Integrationskraft unterstützt und besucht heute die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Hamm. Daniel wurde 1999 mit dem Down-Syndrom (Trisomie 21) geboren. Seine Eltern entschieden sich damals für den örtlichen Kindergarten und konnten dies mit der Unterstützung des HIBA umsetzen. Eine geschulte Integrationskraft begleitete den Jungen seit dem ersten Kindergartentag. Nachdem Daniel seine Kindergartenzeit beendet hatte, besuchte er anschließend die Grundschule in Hamm. Die Grundschule ist Schwerpunktschule und leistet schon seit vielen Jahren eine hervorragende Integrationsarbeit von dessen „Know-how“ Kinder mit und ohne Behinderung profitieren können. Für Daniels Eltern war klar, dass sie den integrativen Weg ihres Sohnes nach der gelungenen Kindergarten -und Grundschulzeit nicht unterbrechen wollten. Nach all den positiven Erfahrungen konnten sie sich jetzt vorstellen, dass ihr Sohn auch an einer weiterführenden Schule, gemeinsam mit seinen Schulkameraden aus der Grundschulzeit lernen kann. Die Eltern meldeten Daniel an der IGS in Hamm an. Zwischen der abgebenden Grundschule und der aufnehmenden weiterführenden Schule, den Eltern und dem HIBA fand ein intensiver Austausch statt, damit der Schulwechsel für Daniel möglichst reibungslos gelingen konnte. Die IGS in Hamm schafft ebenfalls als Schwerpunktschule ideale Bedingungen damit Kinder mit und ohne Behinderung vom gemeinsamen Lernen profitieren können. 25 Kinder, die meisten kennt Daniel aus der Grundschulzeit, sind in seiner Klasse. Daniels Förderschullehrerin Eyleen Gansauer und Astrid Noll arbeiten eng zusammen und tauschen sich regelmäßig über Daniels Entwicklung aus.

Foto: Integrationskraft Astrid Noll (links) unterstützt Daniel in seinem schulischen Alltag. Mit Förderlehrerin Eyleen Gansauer (rechts) gibt es eine gute Zusammenarbeit an der IGS Hamm.
Absprachen und Austausch findet aber auch zwischen allen anderen Fachlehrern, pädagogischen Fachkräften und Frau Noll statt. Nur so kann Integration gelingen. In der Klasse unterstützt Astrid Noll Daniel jeden Tag, sie gibt schon mal Ansporn und erklärt Arbeitsmittel, trainiert mit ihm das Umkleiden, wenn es zum Sport geht. Sport und Musik sind Daniels Lieblingsfächer, das war schon in der Grundschule so. Erstaunlicherweise interessiert sich Daniel auch sehr für das Fach Englisch. Hier kann er wichtige Beiträge leisten. In diesem Zusammenhang ist es erwähnenswert, dass Daniel und sein jüngerer Bruder in der Familie zweisprachig (russisch und deutsch) aufwachsen. Er lernt also eine weitere Sprache kennen und dabei verlief gerade seine sprachliche Entwicklung in den ersten Lebensjahren sehr schleppend. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Frau Noll arbeitet mit Daniel nach dem Prinzip „so viel Hilfe wie nötig – so wenig Hilfe wie möglich”. So lassen sich sicher auch seine Fortschritte im Bereich der Selbstständigkeit erklären. Entscheidend für einen Erfolg der Kinder in einer Regelschule sei auch die gute fachliche Ausbildung der Integrationskräfte, ist sich die Förderschullehrerin an der IGS sicher.
Einmal jährlich findet in der Schule ein Elterngespräch statt, indem das gesamte Integrationsteam sich mit den Eltern über die Entwicklung Daniels austauscht. Die Fortschritte ihres Sohnes und die spürbare Freude aller Beteiligten darüber, machen deutlich, dass Integration wirklich allen nutzt!
Mit diesem Beispiel möchten die Familie Gnewtschinski und der HIBA allen Eltern Mut machen, den integrativen Weg für die optimale Entwicklung ihres Kindes, ob mit oder ohne Behinderung, zu beschreiten. Nämlich vom Kindergarten bis zum Abschluss der weiterführenden Schule.
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26. Januar 2011
Rundbrief I 2011 mit dem Freizeitprogramm erschienen
Der 1. Rundbrief für das Jahr 2011 ist veröffentlicht und wird an die uns bekannten Interessenten verschickt.
Er kann aber auch hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Schwerpunkt des Rundbriefes ist das Freizeitprogramm des HIBA für das Jahr 2011.