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Berichte

Praxisbericht

Ausbildung beim HIBA

Im Sommer 2004 habe ich mein Vorpraktikum beim HIBA begonnen. Seit August 2005 mache ich dort meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin (HEP).

Ich arbeite in mehren Bereichen, die der HIBA anbietet. Hauptsächlich sind dies der mobile soziale Dienst, die Integration von Kindern mit Behinderungen in Regeleinrichtungen und die Freizeitarbeit.

Momentan bin ich in einer Grundschule tätig, in der ich ein Mädchen, das die 2. Klasse besucht, im Unterricht begleite. Sie hat eine leichte Körperbehinderung auf Grund eines angeborenen Herzfehlers. Außerdem ist sie vom „Pseudo Lennox Syndrom“ betroffen, einer Form der Epilepsie. Durch die oben genannten Einflüsse ist eine leichte Entwicklungsverzögerung erkennbar und sie benötigt daher eine ständige Unterstützung in fast allen schulischen Bereichen, vor allem beim Ausführen von Aufgaben während der Schulzeit, im Sportunterricht oder bei Schulausflügen. Durch die schwache Leistung des Herzens und die bestehende Anfallsgefahr muss sie ständig darauf hingewiesen werden, sich nicht zu überlasten, beispielsweise beim Sport oder in den Pausen.

Nachmittags sind die Bereiche, in denen ich beschäftigt bin sehr unterschiedlich und abwechslungsreich.
Am Nachmittag begleite ich einen Jungen türkischer Herkunft, der auf Grund des sozialen Umfeldes von Beeinträchtigungen bedroht ist und der Unterstützung und Begleitung, sowie Motivation, gerade im schulischen Bereich, bedarf. Meine Aufgaben sind hier, in einer Einzelbetreuung die Schularbeiten mit ihm zu erledigen und ihn in lebenspraktischen Bereichen zu fördern und zu unterstützen, sowie seine vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten. Meine Arbeit dort ist extrem von der Tagesform des Jungen abhängig, inwieweit z.B. Konzentration vorhanden ist und in welchem Umfang dem Stellenwert der Motivation Rechnung getragen werden muss.

Weiterhin betreue ich eine 42 jährige Frau mit einer schweren geistigen Behinderung. Diese Frau verfügt über keinerlei Sprachvermögen und Sprachverständnis und ist in fast allen Lebensbereichen so beeinträchtigt, dass sie einer ständigen Betreuung bedarf. Es ist sehr schwer, Angebote mit ihr zu erarbeiten, da sie so gut wie keinerlei oder nur schwer erkennbare Reaktionen zeigt. Auch beim Essen und dem Trinken benötigt sie Hilfe. Des weiteren liegt eine Harn- und Stuhlinkontinenz vor. Die Aufgaben während dieser Betreuung sind es, all diese Dinge zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen, sowie die Pflege sicher zu stellen und Freizeitangebote, vor allem über basale Stimulation und Kommunikation, sowie zur Steigerung der Lebensqualität, durchzuführen.

Dies war ein kleiner Ausschnitt aus meinen Arbeitsfeldern. Hinzu kommen weitere zahlreiche Betreuungen von Klienten unterschiedlichsten Alters und unterschiedlichster Anforderungen in Form von Einzel- oder Gruppenbetreuungen und die Begleitung auf Freizeiten, die der HIBA anbietet. Durch die regelmäßigen Teamsitzungen und Fallbesprechungen erhalte ich nicht nur die Möglichkeit, meine Aufgaben und Tätigkeiten zu reflektieren und weiter zu entwickeln, sondern auch die Möglichkeit der Eigenreflexion, die gerade für einen Auszubildenden von großem Wert ist.

Ich finde es für mich und meine Ausbildung sehr wichtig, sowie interessant und lehrreich, eine so abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeit machen zu können und bin sehr froh, diese Möglichkeiten durch den HIBA zu haben.

Carolin Vor, Auszubildende

 

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