Journal

Aktuelles, künftige Veranstaltungen und Berichte unserer Aktivitäten

Ideen für Einzelprojekte sind willkommen

»Netzwerk Inklusion« bei HIBA-Infoabend vorgestellt — Inklusive Projekte werden gefördert.

Beim Frühjahrs-Infoabend des HIBA in Wissen stellte die Lebenshilfe Altenkirchen ihr »Netzwerk Inklusion« erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vor. Im Kuppelsaal der Verbandsgemeinde Wissen trafen die Organisatoren auf knapp 30 interessierte Menschen, von denen sich einige gerne mit eigenen Projekten einbringen möchten.

Infoabend Inklusion
Foto: Lebenshilfe-Geschäftsführer Jochen Krentel, Projektbeauftragte Sonja Flesch-Brinkmann und Koordinatorin Gerlinde Räder (von links) stellten beim HIBA-Infoabend in Wissen das »Netzwerk Inklusion« interessierten Bürgern vor.

Die Infoabende des HIBA beschäftigen sich regelmäßig mit Themen, die Menschen mit Behinderung ins Zentrum stellen. Diesmal bot der gemeinnützige Verein aus Wissen nach einer Begrüßung durch Vorstandsmitglied Christof Weller der Lebenshilfe Altenkirchen Raum, ihr »Netzwerk Inklusion« interessierten Bürgern vorzustellen.

Bereits seit mehr als einem Jahr planen die Verantwortlichen der Lebenshilfe Altenkirchen, darunter Projektbeauftragte Sonja Flesch-Brinkmann, Geschäftsführer Jochen Krentel und Koordinatorin Gerlinde Räder, das »Netzwerk Inklusion«. Als Institution, die viele Lebensbereiche von Menschen mit Behinderung begleitet und unterstützt, ist der Lebenshilfe wichtig, dass behinderte Menschen auch im Kreis Altenkirchen selbstverständlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Das bedeutet, dass sie mit nichtbehinderten Menschen in den gleichen Unternehmen arbeiten, in Sportvereinen Sport treiben oder sich in Seminaren und Workshops weiterbilden können.

»Inklusion soll alle zusammenbringen«, erklärte Lebenshilfe-Geschäftsführer Jochen Krentel in seiner Begrüßung. Da das gesamte Thema zu allumfassend sei, konzentriere sich die Lebenshilfe auf einen abgesteckten Bereich der Inklusion, den der gesellschaftlichen Teilhabe von behinderten Menschen. Um hier die gesteckten Ziele zu erreichen, hat sich die Lebenshilfe in dem finanziell von der »Aktion Mensch« geförderten »Netzwerk Inklusion« für die kommenden drei Jahre mit verschiedenen Partnern für viele verschiedene Einzelprojekte zusammengetan.

Einer dieser Partner ist der HIBA in Wissen, der seit nahezu 30 Jahren behinderte Menschen konkret unterstützt, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sein Projekt stellte Susanne Sprengard aus dem Bereich Integration vor: Für Schulen, Lehrer und interessierte Eltern werden gerade Buchpakete zusammengestellt, die sich informativ mit dem gemeinsamen Schulleben von Kindern mit und ohne Behinderung auseinandersetzen. “So sollen Unsicherheiten und Ängste aufgelöst und Fragen beantwortet werden”, erklärte Susanne Sprengard. Derzeit tragen die Projektverantwortlichen die zentralen Fragen, die Eltern und Lehrer haben, zusammen und verschaffen sich einen Überblick über das Material, das in solche Buchpakete eingebunden werden kann.

Netzwerk Inklusion
Foto: Susanne Sprengard vom HIBA stellte ihr Projekt für das »Netzwerk Inklusion« vor: Bücherpakete für Schulen und Eltern, die sich mit inklusivem Schulleben auseinandersetzen möchten.

Aikido-Lehrer Ingo Reichart von der Altenkirchener Sportgemeinschaft (ASG) zeigte praxisnah, wie sich die ASG als Partner einbringt: Mit einer kurzen Vorführung weckte der Sportler Lust auf einen Aikido-Schnupperkurs für behinderte und nichtbehinderte Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren in den Sommerferien.

Aikido - ein Sport für alle
Foto: Aikido-Trainer Ingo Reichart von der Altenkirchener Sportgemeinschaft (ASG) zeigte und erklärte anschaulich, dass Aikido ein Sport für alle ist.

»Es können aber noch viele weitere Projekte umgesetzt werden. Jede und jeder, der eine Idee für ein Projekt hat, kann gerne unsere Koordinatorin Gerline Räder ansprechen. Diese Projekte können mit Unterstützung der Aktion Mensch finanziert werden«, betonte Krentel. Weitere Partner, darunter die Landjugendakademie Altenkirchen mit Weiterbildungsangeboten für behinderte Menschen, der Regionalladen Unikum, der einen Arbeitsplatz anbietet, oder das Mehrgenerationenhaus in Altenkirchen, stellte Sonja Flesch-Brinkmann vor. Auch auf ein inklusives Festival und eine inklusive Theatergruppe des Diakonischen Werks und der Evangelischen Kirchengemeinde Birnbach, die das Stück »Der kleine Prinz« aufführen wollen, wies die Organisatorin hin.

Einige Hinweise auf bereits bestehende inklusive Angebote kamen unter anderem aus dem Zuhörerraum. Klaus Gerhardus warb für den inklusiven Lauftreff in Wehbach, während Anke Grigat auf den Verein für Orientalischen Tanz in Betzdorf aufmerksam machte. Weitere Zuhörer erklärten ihre Bereitschaft sich im Netzwerk zu engagieren und fragten konkret nach Kontaktdaten und weiteren Informationen der Verantwortlichen. Bis die Website und Informationsunterlagen fertig sind, können sich Interessierte mit Ideen und Fragen unter Telefon 02681/98302120 oder per Mail unter g.raeder@wfbm-ak.de an Koordinatorin Gerlinde Räder von der Lebenshilfe wenden.


Alle Artikel im Journal
© 1986–2018 HIBA e.V. — Schulstraße 4 — 57537 Wissen
Impressum | Datenschutz